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Picknick mit Franz

Es war ein Samstag abend und ich saß mit Franz ziemlich zugedröhnt auf dem Sofa in meiner Wohnung. Er jammerte mir vor, das er ein tolles neues Poster von Pulp Fiction hätte, aber keinen Platz es aufzuhängen. Ich erwiederte darauf, das es viel schlimmer wäre keine Arme zu haben, um das Poster aufhängen zu können. Er gab mir recht. Wir lebten ein Klischee-Studentenleben. Eine Stunde, 2 Pizzen, 8 Bier und 5g Gras später kamen wir auf die wundervolle Idee picknicken zu gehen. Dezember und Schnee sind dafür nicht die besten Vorraussetzungen, doch wir taten dies im Wissen mit dieser Aktion alles andere als Mainstream zu sein. Statt Picknickkorb, einen Rucksack mit Zeug gefüllt, das man mehr oder weniger brauchen könnte. Franz und ich fuhren mit der S-Bahn raus aufs Land, so weit es ging. In einem Ort, dessen Namen keinerlei Bedeutung für diese Geschichte hat, stiegen wir aus und setzten uns auf die nächstbeste Wiese. Mittlerweile war es 5 Uhr morgens. Die Vögel begannen, ihre nervtötenden Melodien zu singen, und so taten wir es ihnen gleich. Zu dieser Zeit hatten wir den Ohrwurm des Liedes "Da ist ein Rastamann, der nicht ausrasten kann". Nach einer halben Stunde hatten wir alle Lebewesen verjagt und genug. Als die Sonne aufgegangen war,fingen wir an zu philosophieren. Wir bemerkten, das alles mit allem zusammenhing, so, wie Schweine im Schlachthaus. Wir tranken Affenlikör, der aus jungen, 7 Monate alten Kapuzineräffchen hergestellt wurde. Er schmeckte sehr gut. Plötzlich bekam Franz einen Tobsuchtsanfall, schnappte sich das Käsemesser, stach sich damit das linke Auge aus und brüllte dabei:“Herkules, verschone mich!“ Seit diesem Tag habe ich Franz nicht mehr gesehen, er muss mich wohl auf dem Nachhauseweg aus dem Auge verloren haben.

25.12.11 21:53

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